Ein Apfelbaum zum Lutherjahr 22. Oktober 2017


Wolfgang Roick, Vorsitzender des Regionalverbandes Lausitz der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, begrüßt die Pfadfinder des evangelischen Kirchenkreises Cottbus. Neben ihm die Pfarrerin der Kirche in Dissen.

"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“

Dieses Martin Luther zugeschriebene Zitat ist der Anlass für die Waldfreunde der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), zum 500. Jubiläum der Reformation, in Brandenburg ganz viele neue Apfelbäume zu setzen. Am Sonntag, dem 22.Oktober 2017 trafen sich die Pfadfinder des evangelischen Kirchenkreises Cottbus auf der Wiese hinter der Kirche in Dissen-Striesow nördlich von Cottbus mit dem Regionalverband Lausitz der SDW. Der Apfelbaum soll mit den Kindern wachsen und dabei Freude, Schatten und leckere Äpfel schenken. Auf der Suche nach ihren Wurzeln kommen die Akteure eines Tages zu ihrem Baum zurück und ermessen so auch ihr eigenes Wachstum.

Dr. Karl Preußner (SDW), Fotos: Sarah Zernick (KG Cottbus-Süd)

Der Apfelbaum wird hinter die Kirche transportiert.

Mit Feuereifer graben die Mädchen ein Loch.

 

Beim Graben taucht ein Maikäfer auf, der gerade seine Eier in den Boden gelegt hat. Daraus entstehen dann im Frühjahr die Engerlinge.

Dr. Karl Preußner, ehemaliger Rekultivierer von Tagebaukippen, zeigt, wie man dem Baum einen Wasserspeicher mit auf den Weg geben kann. Das Hydrogel saugt wie in einer Babywindel Wasser auf und in Trockenzeiten holt sich das der Baum.

 

Unter den Baum kommt Rindenkomposterde, die die Wurzelbildung fördert, damit der Baum schnell anwächst.

Als Dünger, der besonders lange wirkt, werden Hornspäne dazu gegeben. Einige verziehen die Nase, wegen des unangenehmen Geruches.

 

Alles wird schön durchmischt. Da kann man sich so richtig die Finger schmutzig machen.

Schließlich darf der Baum in die Erde, und die Mädels schaufeln das Loch wieder zu.

 

Das Einschlagen des Pfahls ist „Männerarbeit“.

Gemeinsam wird der Baum gewässert. Förster Wolfgang Roick weiß, was ein Baum braucht.

 

Stolz präsentieren sich die Pfadfinder mit ihrer „Anführerin“ Dorothée Lattig undden Helfern von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald vor “ihrem“ Baum.

Ein Schild soll noch lange an diese gelungene Pflanzaktion erinnern.